Hanoi: Asiatische Stadt mit französischem Akzent

So das war er also, der erste Tag in Vietnam...


Hanoi. Es wäre vermessen zu behaupten, man kennt das Land ein bisschen... Nach nur einem Tag...Einen ersten Eindruck haben wir auf jeden Fall gewonnen. Aber die Anzahl der Fragen zum Land steigt proportional zur im Land verbrachten Zeit: Wie kann ich zum Beispiel Thais äußerlich von den Vietnamesen unterscheiden? Und ähnelt Vietnamesisch eher dem Chinesischen oder mehr Thai? Und wie groß sind die Unterschiede zwischen Nord- und Südvietnam?



Naja, wir haben es aber auf jeden Fall von Anfang an geschafft, die Strasse zu überqueren, ohne überfahren zu werden. Einfach nur cool bleiben, aus dem Augenwinkel den Verkehr beobachten und auf keinen Fall das Tempo wechseln - und das funktioniert dann schon irgendwie. Denn hier gibt es gefühlte 100 000mal so viele Mopeds wie Autos! Moped ist hier das wichtigtse Statussymbol. Gehsteige werden hierzu Moped-Parkplätzen umfunktioniert, Fussgänger weichen teilweise auf die Strasse aus.


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Cocktail mit Chilli und Zitronengras


Das Essen - hmmm! Und günstig! Heute gab's unter anderem die traditionelle Nudelsuppe Pho, diverse Reisgerichte, Spring Rolls und Baguette - ja, das Baguette, das haben die Franzosen hier hinterlassen. Mehr zum französischen Erbe im negativen Sinn folgt weiter unten (Empfehlenswert zum Essen-Fassen: Gecko in der Ly Quoc Su, fast nur Ausländer als Gäste, Vietnam und Western-Food, ganz gut, um den Magen auf die hiesigen Verhältnisse einzugewöhnen, sehr lecker auch ein Strassen-Imbiss neben Pho 10, ebenfalls in der Ly Quoc Su, hier essen auch viele Einheimische). 

Die Menschen: Superfreundlich! Momentan führen sie unsere persönliche Rangliste der asiatischen Freundlichkeit an. Mal schauen, ob das so bleibt.

Unser Hotel: Das Elegance Ruby. Für den Preis, gibt's nix zu meckern! Da es sich mitten in der quirligen Altstadt befindet, wird man auch früh genug von Lärm und Straßenleben geweckt. Aber dafür ist man halt mittendrin.


Ausserdem spannend: Die Menschen sitzen hier auf dem Gegsteig auf ganz niedrigen Plastikstühlchen zusammen. Ob vor der eigenen Haustür oder in Cafes - ohne diese kleinen 20cm-hohen Stühlchen oder Tischchen - je nach Bedarf das eine oder das andere - geht hier gar nichts.










Besuch im Hoa Lo Prison: Ganz schön beklemmend das heutige Museum auf dem Gefängnisgelände - und krass, wie die Franzosen als Kolonialherren mit den politischen Oppositionellen im Land umgegangen sind. Das Gefängnis, so sagt man, war das schlimste, was die Franzosen Vietnam angetan haben.







Das Reisland als Reiseland


Ob wir Vietnam als Reiseland empfehlen? Auf jeden Fall! Das Land bietet von allem etwas: grandiose Naturschauspiele, vielseitige Landschaften, quirlige Metropolen, schöne Strände, gute Küche und eine Geschichte, die Stoff für unzählige Filme und Bücher gab. Ob Margeruite Duras' "Der Liebhaber", Graham Greenes "Der stille Amerikaner", Francis Ford Coppolas "Apocalyse Now" oder Oliver Stones "Platoon" - Vietnam lieferte die Kulisse für Geschichten, die die Welt in ihren Bann zogen.



UNESCO-Weltkulturerbe Halong Bay
Sao Bai auf Phu Quoc


Im Bergland rund um Sapa








Marktfrauen in Hoi An





































Noch zwei Wochen zum Check-In

Ob Phu Quoc genauso schön ist?
Wie aufregend! In genau zwei Wochen werden wir am Münchner Flughafen sein. Hoffentlich...
  • sind bis dahin unsere Pässe wieder da, idealerweise mit unseren Visa.
  • sind die Rucksäcke nicht so schwer.
  • sind die wichtigsten Vokabeln im Gedächtnis geblieben.
  • haben wir uns bis dahin noch so richtig satt gegessen - mit Knödeln, leckerer Wurst, Vollkornbrot...
Die Route? Ist grob geplant:
  • Hanoi
  • Halong Bucht
  • Sapa
  • Hoi An
  • Mekong Delta
  • Phu Quoc
  • Saigon

Ob das alles so klappt? Werden wir sehen. Unser Motto: Sich auf keinen Fall stressen lassen, zur Not müssen wir das eine oder andere auslassen.
Also: Hen gap lai (= Bis bald!)